Unterschiede in Intensität/Auflösung aufgrund unterschiedlicher Röntgenröhren

Mit dem MiniFlex300/600 ist es möglich, Feinfokusröhren (Fokuspunktgröße 0.4 x 8mm²) zusätzlich zu einer normalen Fokusröhre (Fokuspunktgröße 1 x 10mm², Typ üblich in normalen Pulverröntgendiffraktometern) auszuwählen. Abbildung 1 zeigt die Überlappung von Beugungspeaks mit einer normalen Fokusröhre und einer Feinfokusröhre. Tabelle 1 zeigt das unterschiedliche Intensitätsverhältnis und die Halbwertsbreite (FWHM) welche sich direkt proportional zur Auflösung verhält.

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Tabelle 1: Unterschiede in Intensitätsverhältnis und Halbwertsbreite aufgrund unterschiedlicher Fokuspunktgrößen
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Abb. 1: Vergleich einer normalen Fokusröhre mit einer Feinfokusröhre

Sowohl die Intensität als auch die Auflösung kann mithilfe von Feinfokusröhren verbessert werden. Besonders hilfreich sind diese Röhren sowohl für die Messung von Proben mit besonders vielen Peaks als auch für Proben die Spurenkomponenten enthalten. Abbildung 2 zeigt die qualitativen und quantitativen Analyseergebnisse einer Zementprobe (NIST 2686 Standardmaterial) mittels Rietveld-Methode. Die Analyseergebnisse ergaben gute Übereinstimmungen, i.e. innerhalb des Toleranzbereiches, zwischen der Zusammensetzung jeder Kristallphase und der Standardwerte für NIST 2686 Standardmaterialien.

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Abb. 2: Qualitative und quantitative Analyseergebnisse für eine Zementprobe (NIST 2686 Standardmaterial)
Betriebs- und Messbedingungen

Betriebsbedingungen:

MiniFlex600 (F.F Röhre), Detektor: D/teX Ultra, Spalteigenschaften: DS = 0.625°, SS = 8 mm, RS = offen, Soller-Spalt (Austritt/Einfall): 5°, Höhenbegrenzung des Eintritts-Spaltes = 10 mm

Messbedingungen:

Scanreichweite: 2θ = 5 ~ 90°, Schrittweite: 0.02°, Scangeschwindigkeit: 5° / min. (ca.18 min.)


miniflex2012 wird eine weitere Version zur MiniFlex Serie kompakter Geräte zur Röntgenstrukturanalyse hinzugefügt. Das neue MiniFlex fünfter Generation ist ein Universal-Röntgendiffraktometer, das qualitative und quantitative Analysen polykristalliner Materialien durchführen kann. Das MiniFlex ist ab jetzt in zwei Ausführungen lieferbar: Ausgestattet mit einer 600 Watt Röntgenröhre ist das MiniFlex 600 doppelt so leistungsfähig wie andere vergleichbare Geräte. Somit wird es möglich, schnellere Analysen und eine allgemein verbesserte Leistungsfähigkeit zu erzielen. Der MiniFlex 300 arbeitet mit einer 300 Watt Röntgenröhre und beansprucht so keinen externen Luftkühler. Jedes Modell wurde entwickelt, um maximale Flexibilität in einem möglichst kompakten Gerät zu gewährleisten. Read more about Rigaku's MiniFlex...