Stahlprobe mit Polfiguren in einer Ebene

In vielen Fällen kann eine kristallographische Textur (bevorzugte Orientierung) in ein Material während des Fertigungsprozesses eingearbeitet werden. Strukturen werden beispielsweise in Blechplatten gestanzt, wenn Stahlblech während der Herstellung aufgerollt wird. Da die Materialeigenschaften aufgrund von struktureller Anisotropie durch die Texturen beeinflusst werden, ist es durchaus hilfreich, die entsprechenden Materialstrukturen ebenfalls messen zu können.

Eine bekannte Methode zur Bestimmung der Textur wird Polfigur genannt. Traditionelle Polfigurmessungen werden mittels Intensitätsmessung einer gegebenen Bragg-Reflexion als eine Funktion der Drehung oder Neigung einer Probe ermittelt. Bei einer Polfigur in einer Ebene, werden der einfallende Strahl, die Probendrehung und der Detektorwinkel gemeinsam bewegt, wodurch die Neigung der Probe überflüssig wird. Die Polfigur in einer Ebene macht auch die Messung einer größeren Bandbreite unterschiedlicher Textureigenschaften möglich, da hier die Texturparameter einer Probe in einer Ebene (Probenoberfläche) beinhaltet sind.

Abbildung 1 zeigt die Polfigur einer Reflexion für eine Probe aufgerollten Stahlblechs, die mithilfe des Ultima IV Mehrzweckdiffraktometersystems von Rigaku vermessen wurde. Der dunkelrote Bereich in der Mitte ist ein Hinweis auf eine Textur in [211]-Richtung. Die Abbildung zeigt die Polfigur sowohl als stereografische Projektion (Höhenprofil) und als dreidimensionale Darstellung.

in-plane pole figure

Abbildung 1



Das Ultima IV repräsentiert das modernste Vielzweck-Röntgendiffraktometersystem (XRD) auf dem Markt. Mittels Rigakus patentierter Technologie der Cross Beam Optik (Querstrahloptik, CBO) für permanent befestigte, stets ausgerichtete und frei wählbare parallel/fokussierende Geometrien, kann das Ultima IV Röntgendiffraktometer vielfältige Messungen verrichten....und das besonders schnell. Read more...