Wo befindet sich Chrysotil (Asbest) in Serpentin-Gestein?

Serpentin-Gestein (Magnesium-Eisen-Silikat Hydroxid) besitzt ein gestreiftes Muster, vergleichbar mit dem einer Schlange. Es wird in Pulverform als Betonzusatzmittel in Putzmörtel verwendet. Es existieren drei wichtige polymorphe Serpentinmineralien: Antigorit (asbestfreies Mineral), Lizardit und Chrysotil (asbesthaltiges Mineral). Die Röntgenbeugung kann zwischen diesen polymorphen Mineralien in der Regel nicht unterscheiden weil deren Beugungssignale in etwa gleicher Position erscheinen. Deswegen wird die Menge an Chrysotil in Betonzusatzmitteln von Putzmörtel gewöhnlicherweise mithilfe unterschiedlicher Dehydrierungstemperatur und durch Differential-Thermogravimetrische Analyse ('Differential Thermo-Gravimetric analysis', DTG) ermittelt1. Die DTG-Methode erfordert eine Probenmenge von lediglich 10 bis 20 mg. Wenn die Peakposition von Chrysotil dabei mittels Röntgenbeugung bestimmt wird, kann eine Gesteinsprobe dementsprechend direkt an der Messposition entnommen werden.

Messung eines kleinen Bereichs (≤ 1 mm Durchmesser), Teil I:

Für eine hochempfindliche Analyse eines kleinen (≤ 1 mm Durchmesser) Bereichs eines Serpentin-Gesteins, wurde das Ultima IV Mehrzweckdiffraktometersystem von Rigaku mit Cross Beam Optischen (CBO) Systemen, einer 2 kW versiegelten Röntenquelle und einem 1-dimensionalen Hochgeschwindigkeitsdetektor ausgestattet.

Das Beugungsmuster in der Abbildung unten zeigt zwei kleine Bereiche (einer weiß, einer schwarz) eines Serpentin-Gesteins. Die Bereiche wurden in den zwei eingefügten Bildern der Gesteinsproben rot und blau umrahmt, die jeweilige Probengröße kann der Linealskalierung entnommen werden.

Die Datentabelle zeigt, dass der weiße Probenbereich weitgehend aus Kalzit (Kalziumkarbonat) besteht, während der schwarze Bereich Anteile von Chrysotil, Antigorit und Lizardit enthält.

Residual Stress

1 Angefordert im Juli 2004 vom Japanischen Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Wohlfahrt.


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